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PHOTOSYNTHESE / EISZEIT (vor 2.500 Mio. Jahren)

De l'audiowalk EVOLUTIONSWEG | Düsseldorf

EVOLUTIONSWEG
20 Stations
75:23 min Audio
1.01 km directions_walk
PHOTOSYNTHESE / EISZEIT (vor 2.500 Mio. Jahren)

ZUM MITLESEN:

1. Sauerstoff reinigt Wasser und Luft

Wenn Sie am fünften Schild angelangt sind, betreiben die Cyanobakterien bereits seit einer Milliarde Jahren Photosynthese und produzieren dabei Sauerstoff. Das ist die Zeit auf den letzten 100 Metern, die Sie auf unserem Weg zurückgelegt haben.

Die Ozeane sind irgendwann mit Sauerstoff gesättigt und er perlt aus dem Wasser heraus in die Luft ab. Dabei hat der Sauerstoff auch eine reinigende Wirkung, denn er reagiert ja weiterhin mit allen möglichen Stoffen, denen er begegnet. Das Wasser war bisher trüb und die Atmosphäre auf der Erde eher nebelig und orangefarben, mit viel Methan und Ammoniak. Nun aber werden das Wasser und die Luft klar. Die Erde erhält durch die Aktivität des Sauerstoffs ihre blaue Farbe.

2. Erste Eiszeit

Allerdings ist das wirklich Dramatische an der Photosynthese etwas anderes: Sie setzt eine Art „umgekehrten Treibhauseffekt“ in Gang. Denn sie fügt der Atmosphäre nicht nur immer mehr Sauerstoff hinzu, sie entzieht ihr auch gleichzeitig noch Kohlendioxid.

Die Folge davon ist, dass es kalt wird auf der Erde, sehr kalt. So kalt, dass sogar das Wasser im Ozean gefriert. Es bildet sich Eis, zunächst an den Polen, das dann immer weiter Richtung Äquator wächst, bis der gesamte Planet mit Schnee und Eis bedeckt ist.

Und in diesem Zustand bleibt die Erde für eine unglaublich lange Zeit: 300 Mio. Jahre lang, das sind die nächsten 30 Meter auf unserem Weg, saust die Erde nun als weißer Schneeball durchs All. Das ist die „Große Paläoproterozoische Eiszeit“. Es ist nicht nur die erste, sondern auch die heftigste und längste aller Eiszeiten, die die Erde je erleben wird. Ziehen Sie sich also warm an, wenn sie jetzt weiter in Richtung des sechsten Schildes laufen.

3. Plattentektonik

Wiedererwärmung

Aber wieso taut die Erde eigentlich überhaupt wieder auf? Das verdanken wir einem ganz wichtigen Phänomen: der Plattentektonik. Unsere Erdkruste ist nämlich zum Glück nicht steif und fest, wie auf manch anderem Planeten, sondern in mehrere große Platten zerbrochen, die auf dem darunterliegenden flüssigen Gestein schwimmen.

Entlang der Ränder reiben die Erdplatten aneinander und drücken sich nach oben und unten. Dabei gelangt auch immer viel flüssiges Magma an die Oberfläche, aus dem Kohlendioxid und Methan austritt. Und das entfaltet dann wieder seine Wirkung als Treibhausgas, sodass die Erde sich endlich wieder aufwärmt. Wenn es also nicht die beweglichen Erdplatten geben würde, wäre die Eiszeit wohl niemals zu Ende gegangen.

Festland

Übrigens hat die Plattentektonik auch noch einen anderen bedeutsamen Effekt: Durch sie entsteht Festland. Denn wenn die Erdplatten an den Rändern nach oben gedrückt werden, guckt die eine oder andere auch schon mal über den Wasserspiegel hinaus. Und daraus entstehen die Landkontinente, teilweise sogar mit hohen Gebirgen.


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